Gemeinsam an Maria Himmelfahrt gefeiert
__________________________________________________________________________
Braunau (cs).Simbacher nahmen am „Tag der Tracht“ in Braunau teil und genossen gesellige
Stunden mit den Nachbarn



Die „Inntaler“ und „Antersdorfer“ beim „Tag der Tracht“ in Braunau mit Obfrau der Goldhaubengruppe Braunau, Christine Gratzl   (ganz links).

Bereits zum 17. Mal wurde am Hochfest „Mariä Himmelfahrt“ in der österreichischen Nachbarstadt auch der „Tag der Tracht“ gefeiert. Viele Simbacher machten sich auf den Weg über die Innbrücke und nahmen in der Braunauer Stadtpfarrkirche am Gottesdienst mit Kräuterweihe teil und genossen den anschließenden musikalischen Frühschoppen auf dem schönen Platz neben der Kirche. Zahlreiche Mitglieder der Trachtenvereine „Inntaler Simbach“ und „Edelweiß Antersdorf“ von „herent des Inns“ formierten sich mit Frauen der veranstaltenden Goldhaubengruppen aus Braunau Stadt und Haselbach sowie den Kopftuchträgerinnen aus Feldkirchen bei Mattighofen zu einem kleinen Kirchenzug. Vorneweg schritten Stadtpfarrer Mag. Marek Nawrok, die Bürgermeister der Nachbarstädte Mag. Hannes Waidbacher aus Braunau und Klaus Schmid aus Simbach sowie die Organistin Christine Gratzl, Obfrau der Goldhaubengruppe Haselbach. Dicht gefüllt mit Inntalern und Innviertlern war die große Stadtpfarrkirche, in der es herrlich nach frischen Kräutern duftete. Vor dem Altarraum waren Weidenkörbe mit hunderten Kräuterbüschchen aufgestellt. Nach der Segnung wurden diese zum Schluss an den Kirchenportalen verteilt. Stadtpfarrer Nawrot feierte mit den Gläubigen den Gottesdienst, der musikalisch stimmungsvoll von der „Guad-drauf-Musi“ gestaltet wurde. Gitarre, Hackbrett, Zither und Kontrabass stimmten auf das „Hoamatliad“ ein und auch das „Vater-unser“ wurde gesungen. „Schwarze Madonna“ und zum Schluss „Iatz muaß i wieda aussiziang“ waren unter anderem Lieder der „Guad-Drauf-Musi“. Obfrau Christine Gratzl hatte eingangs alle herzlich begrüßt. Sie richtete einen Blick auf das Altargesteck, das mit Blumen bestückt war, die sinnbildlich für die Jungfrau Maria stehen. „Die Akelei steht für die Geistesgaben, das Gänseblümchen für Bescheidenheit, die Lilie steht für das ewige Leben und einen friedvollen Übergang, die Pfingstrose deutet mit ihren Blätter die Feuerzungen des Heiligen Geistes und ist die Rose ohne Dornen, die Nelke steht nach einer mittelalterlichen Legende für die Tränen, die Maria am Kreuz Jesu vergossen hat, die Walderdbeerre erinnert an Rechtschaffenheit und die Rose blüht für die Muttergottes als Zeichen für Glaube, Liebe und Hoffnung“, so Gratzl. Sehr viele Menschen waren in Tracht gekleidet und inmitten der Kirche leuchteten die Goldhauben im Glanz der Sonne, die durch die bunten Fenster strömte.



Vorne mit dabei beim Kirchenzug: v. links: Frühere Organisatorin vom „Tag der Tracht“, Hermine Oberhuemer, Simbachs Bürgermeister Klaus Schmid, Braunaus Bürgermeister Mag. Hannes Waidbacher mit Gattin Silke und die jetzige Organisatorin Christine Gratzl.

Auch die Ministrantenkinder hatten Dirndlgewand und Lederhosen an. Nun freuten sich alle auf den gemeinsamen Frühschoppen, bei dem Helga und Christian Thurner, Waltraud Grünwald und weitere Musikanten schneidig aufspielten. Braunauer und Simbacher feierten gemeinsam, ließen sich die Würstl, die Kuchen und die Zwetschgenbavesen zu bayerischem Bier und österreichischem „Spritzer“ gut schmecken. Für die Antersdorfer Trachtler stand an diesem Tag traditionsgemäß ein weiterer Termin, nämlich beim „Pommer“ (Stallerwirt) in Handenberg an. Hier fand wieder ein Musikantentreffen mit hunderten Gästen statt. Die Antersdorfer Goaßlschnalzer mit Musikerin Hilde Strauch traten hier auf. Aktiv machten hierbei auch Bürgermeister Klaus Schmid und auch der Braunauer Stadtpfarrer Marek Nawrot mit. Erstmals hatte der Pfarrer eine „Goaßl“ in der Hand und schnalzte gleich zünftig mit. Mit viel Applaus wurde der Auftritt belohnt. An diesem Tag wurde wieder einmal Brauchtumspflege grenzüberschreitend gelebt.










   
nach oben
                                  
                                   
          


 

 

Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

 

©2019 VGTuEV Edelweiß Antersdorf e.V