Gründungsfest des Trachtenvereins „Edelweiß Antersdorf" am        15.September 2012

Über 350 Gäste feierten mit den Antersdorfer Trachtlern
das 90-jährige Vereinsjubiläum

Christina und Klaus Schmid wurden mit dem Silbernen Ehrenzeichen des
Bayerischen Inngaus ausgezeichnet



Im März 1922 wurde der Trachtenverein „Edelweiß“ in Antersdorf gegründet, am 17. September desselben Jahres schlossen sich die Gründungsväter dem Bayerischen Inngau an. Fast auf den Tag genau – nur 90 Jahre später – feierten die Antersdorfer mit vielen Gästen das Gründungsfest im schön geschmückten Bürgerhaus. Gauvorstand Walter Weinzierl bedankte sich beim Jubelverein für die langjährige Treue zum Inngau und für die unermüdliche Arbeit für die Trachtensache. Für den Einsatz für den Antersdorfer Trachtenverein seit über zwei Jahrzehnten zeichnete er 1. Vorstand Klaus Schmid und Schriftführerin Christina Schmid mit dem Silbernen Gauehrenzeichen aus. Mit der Ehrung war dem Gauvorstand eine große Überraschung gelungen, denn die Geehrten hatten absolut nicht mit der hohen Auszeichnung gerechnet.



Zum Auftakt des Festabends spielte die Blankenbacher Tanzlmusi aus dem benachbarten Oberösterreich bestens auf, unterhielt zwischen den weiteren Beiträgen und erfreute nach offiziellem Schluss noch mit besonderen Melodien. Die „Eggstettener Saitenmusi“ bereicherte mit feinen Instrumentalklängen und Gesang. Helga Wittenzellner, Maria Gschöderer und Silvia Müller hatten sogar einen Liedtext anlässlich des Jubiläumsfestes verfasst. Durch das Programm führte Pfarrer i. R. Max Pinzl. Kurz ging er auf die Geschichte des Antersdorfer Vereins ein und ließ an seinen Gedanken zu Heimat, Brauchtum, Musik, Gesang und Ehrenamt teilhaben. Seine Ausführungen schmückte er mit Verserl oder Gedichten von heimischen Dichtern, wie vom „Ponzauner Wigg“ und Robert Erbertseder. Zum Schluss trug er ein Gedicht von Christina Schmid vor, nämlich „A gloana Dank zur rechtn Zeit“.



Klaus Schmid bedankte sich mit einem Präsent bei Pfarrer i. R. Max Pinzl und dieser schloss sich noch an diesem Abend dem Trachtenverein als Mitglied an. Im bunten Reigen traten nun die verschiedenen Gruppen des Jubelvereins auf. Sie zogen durch das dicht besetzte Bürgerhaus und überraschten die Gäste nicht nur mit verschiedenen Volkstänzen und Schuhplattlern, sondern auch durch ihre zahlenmäßige Stärke. 12 Kinderpaare machten den Auftakt mit den Tänzen Kikeriki und Sternpolka, es folgten die Schuhplattler, die Volkstanzgruppe zeigte den „Müllnertanz“ und die Goaßlschnalzer sandten ihren lauten, trachtlerischen Gruß in den Saal. Sehr imposant war der Schlussplattler: 25 Antersdorfer Plattler zeigten die Amboss-Polka, die Trachtlerjugend in der Mitte, eingesäumt von den Erwachsenen.



Die Darbietungen der Antersdorfer begleiteten Hilde Strauch und Ludwig Huber auf ihren Akkordeons. Mit dem Sterntanz gratulierten die Aktiven des Trachtenvereins „Inntaler-Simbach“ und deren Vorstand Wolfgang Diegruber überreichte an Klaus Schmid einen Erinnerungskrug. Auch die Wittibreuter Trachtler hatten ein Geschenk zum Jubiläum dabei, nämlich ein Holzfaßl mit Bier. Sepp Hainthaler, Vorstand der „Altbachtaler“ bedankte sich beim Jubelverein für das gute Miteinander über Jahrzehnte hinweg. „A Versprechen geb’n mia heit, eng zahlreichn Festtogsleid: Auf unsane Sittn, unsa Tracht, geb’n mia Antersdorfer aa in Zukunft acht!“, versicherte Klaus Schmid. Dass nur in die Heimaterde verwurzelte Menschen die gewachsene Tradition an die nächste Generation weitergeben könnten, meinte Schmid und drückte seine Freude über die fruchtbare Jugendarbeit im Verein aus. „Den Kindern gegenüber stehen die Vorderen, die den Verein einst führten und gestalteten und die Geschicke für den Fortbestand in die Hände der jetzigen Vorstandschaft legten. Ein großes „Vergelt’s Gott“ an alle“, sagte er und hieß in diesem Zusammenhang besonders Ehrenvorstand Bertl Seeburger sowie der Ehrenmitglieder Alois Stiller und Ludwig Schätz im Kreise zahlreicher Ehrengäste willkommen. 1. Bürgermeister Günther Wöhl hob in seinem Grußwort den Respekt für die erfolgreiche Brauchtumsarbeit des Vereins hervor und sagte die stete Unterstützung seitens der Stadt zu.



Beeindruckt zeigte sich auch Landrat Michael Fahmüller über den vielfältigen Einsatz der Antersdorfer für den Traditionserhalt der Heimat. Die besten Wünsche der Trachtenvereine im Landkreis Rottal-Inn übermittelte stellvertretender Kreisrundenvorsitzender Franz Hahn aus. Das Schlusswort zum offiziellen Teil des Heimatabends sprach Alois Petschl, 2. Vorstand von „Edelweiß“ Antersdorf.Zu Beginn des Festes stand der feierliche Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Marien. Willi Danninger mit seiner Simbacher Blaskapelle hieß die Gäste auf dem Kirchenplatz musikalisch willkommen.



Die Fahnenträger zogen schließlich in das Gotteshaus ein, gefolgt von den vielen Trachtlern und weiteren Ehrengästen. Die Simbacher Blaskapelle, die Antersdorfer Salettl-Musi und der Schellenberg-Dreigsang mit Instrumentalbegleitung von Alois Stiller und dessen Tochter Ursula Schreiner beeindruckten mit besonderen Liedern und Menuetten, mit denen sie den Gottesdienst musikalisch gestalteten. Stadtpfarrer Prälat Alois Messerer ging in seiner Predigt insbesondere auf die Bedeutung der Tracht, dem heimatlichen Festgewand ein.



„Ihr Antersdorfer bewahrt das Alte und steht dabei dem Neuen offen gegenüber“, bemerkte er und wünschte weiterhin eine Festigkeit im Glauben und Liebe zum Brauchtum. „Gott segne die Trachtenvereine und unsere Heimat“, schloss er. Die Fürbitten wurden auf „boarisch“ vorgetragen, als Ministranten fungierten junge Trachtler in ihren Trachtengewändern. Konrad Brummer hatte ein Holzkreuz mit neun Kerzen gefertigt. „Unserer Verstorbenen gedenken wir, stehen still vor dem Kreuze hier“, so Vorstand Klaus Schmid, während drei Trachtlerbuam die Lichter entzündeten. Nach dem Festgottesdienst wurde im geschlossenen Zug zum Bürgerhaus marschiert. Ein würdiges Gründungsfest hatten die Antersdorfer in großer Gemeinschaft auf die Beine gestellt und man genoss den kurzweiligen Abend gemäß dem Motto des Vereins: „Treu dem guten, alten Brauch, gestern, heute, immer dar!“



                                                               Mitwirkende:
                                              Sprecher: Pfarrer i.R. Max Pinzl
                                      Blankenbacher Tanzlmusi aus Oberösterreich
                                                  Eggstettener Saitenmusi,
           Antersdorfer Kindergruppe, Plattlergruppe, AH-Plattler, Volkstanzgruppe und Goaßlschnalzer,
                                        Auftritt des Patenvereins "Inntaler Simbach"


                                      Vielen Dank den zahlreichen Besuchern!





                         
                                                              
      
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