Gartenfest in Antersdorf am 05.08.2017
  Schirmherrenbitten beim Gartenfest für das Jubiläumsfest

Hunderte Besucher beim Gartenfest der Antersdorfer Trachtler – Bürgermeister Klaus Schmid sagte nicht gleich „Ja“



Ein Gartenfest wie aus dem Bilderbuch konnten die Antersdorfer Trachtler am Samstagabend im Wirtsgarten Murauer feiern. Unter dem grünen Blätterwerk des Kastanienbaumes war die „Musikantenbühne“ aufgebaut und von hier aus schickte die Simbacher Blaskapelle unter Leitung von Willi Danninger feinste Blasmusikklänge über den schönen Platz. Der heiße Tag mündete in eine laue Sommernacht und nichts schränkte die Feierlaune der vielen Gäste ein. Im Nu waren sämtliche Bänke an den Tischen dicht gefüllt, die Erwachsenen genossen das gesellige Beisammensein und die Kinder vergnügten sich an Schaukel und Rutsche oder wirbelten über die hölzerne „Trachtlerbühne“. Es war ein Gartenfest, das nicht nur den Antersdorfern in bester Erinnerung bleiben wird, denn neben Musik, guter Unterhaltung, den Auftritten der Antersdorfer Kindergruppe, der vielen Schuhplattler, Volkstänzer und Goaßlschnalzer gab es einen weiteren, spontanen Höhepunkt: Das Schirmherrenbitten für das 95-jährige Gründungsfest von „Edelweiß“ Antersdorf, das am 16. September begangen wird. Zu Beginn des Gartenfestes hatte 1. Vorstand Christian Wimmer alle Gäste herzlich begrüßt, insbesondere Pfarrer i. R. Prälat Alois Messerer, 1. Bürgermeister Klaus Schmid, die Ehrenmitglieder des Vereins und Stadträte. Bürgermeister Schmid hatte an diesem Abend noch einen weiteren Termin wahrzunehmen.





Inzwischen kam bei den Trachtlern die Idee auf, das offizielle Schirmherrenbitten noch gleich an diesem Abend durchzuführen. Als Schmid zu späterer Stunde wieder in Antersdorf erschien, wurde er gleich auf die Bühne gebeten und machte bei der „Ambosspolka“ mit. Die Schuhplattler bildeten einen Halbkreis, 1. Vorstand Christian Wimmer und sein Vize Sebastian Schmid spannten einen Sonnenschirm aus dem Wirtsgarten über den Bürgermeister auf und baten um die Übernahme der Schirmherrschaft. Doch so leicht machte es der Rathauschef, der selbst ein Vierteljahrhundert Vorstand des Antersdorfer Trachtenvereins war, den Bittstellern nicht. Eine Reihe von Trachtlern bat er weiter auf die Bühne und ließ sie im Chor ihr Anliegen an ihn vorbringen. Doch dies war ihm zu wenig „demütig“ und so bat er alle auf die Knie. An die Musikkapelle richtete er die Bitte, das „Tiroler-Lied“ ganz langsam zu spielen und dazu hatten sich die Trachtler nun zu bewegen.



Den Zuschauern jagte es Lachtränen in die Augen, denn allzu lustig war die Szene auf der Bühne und manche Trachtler konnten sich vor lauter Lachen nicht mehr auf den Knien halten. Endlich durften sie sich wieder erheben. Nun waren die Vorstände wieder dran, mussten sich mit frischem Hopfengetränk stärken und im schnellen Lauf hatte Andrea Iretzberger für ein Bargetränk ohne Eis zu bringen. Ein „Prosit der Gemütlichkeit“ wurde ausgerufen und endlich sagte der Bürgermeister zu, als Schirmherr zu fungieren. Zum Dank zeigten ihm die Trachtler den „Watschnplattler“. Kurzweilig verlief der ganze Abend, denn immer wieder gab es tänzerische Darbietungen. Den Auftakt hatte dabei die Kindergruppe unter Leitung von Brigitte Brodschelm und Herbert Spielbauer zum Akkordeonspiel von Ludwig Huber gemacht. Gekonnte zeigten die jüngsten Aktiven des Vereins unter anderem die Tänze „Kikeriki“, „Sternpolka“, den „Siebenschritt“, „Krebspolka“, „Knödeldraher“ und sie machten beim „Inngautanz“ mit.





Im Wirtsgarten verteilt positionierten sich die Goaßlschnalzer auf Tischen und Gartenmauer und schickten ihre lauten Klänge in die warme Abendluft. Die Schnalzergruppe wird musikalisch von Hilde Strauch begleitet, an der Spitze stehen seit Jahren Sebastian Moser und Martin Harböck. „Langschottisch“, „Schacklwalzer“, „Reit-im-Winkler“ oder der „Bankerltanz“ wurde von den Schuhplattlern mit den Vorplattlern Maxi Wimmer und Lukas Feichtinger aufgeführt. Viel Applaus gab es auch für die verschiedenen „Dreiertänze“, die von der Volkstanzgruppe um Maria und Ludwig Gschöderer aufgeführt wurden. Schnell rückte die mitternächtliche Stunde näher. „Oa Stund’ hätt’ s’Wetter scho nu herhalten kinna!“, war man sich einig, als kurz vor Mitternacht Wind, Regen, Blitz und Donner aufkamen. Manche ließen sich davon aber nicht abhalten und feierten im Trockenen an der Bar oder unterm Bühnendach weiter. Beim Wirt erhielt man herzhafte Gerichte, Schmalzgebäck und süße Torten boten die Vereinsdamen an. Es war ein gelungenes Fest und noch im Nachhinein ließ man vor allem das lustige Schirmherrenbitten schmunzelnd Revue passieren.
           
         
Autorin: Christina Schmid



 




   
nach oben
                                  
                                   
          


 

 

Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

 

©2019 VGTuEV Edelweiß Antersdorf e.V