95- jähriges Gründungsfest des Trachtenvereins „Edelweiß Antersdorf" am  16.September 2017

Treu dem guten alten Brauch! Antersdorfer Trachtler feierten ihr 95-Jähriges
Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche – Heimatabend im Bürgerhaus – Gauehrenzeichen für verdiente Trachtler
 



 A herzliches "Vergelt's Gott" allen Teilnehmern ... sche wars!



Antersdorf (cs). 1922 wurde der Trachtenverein „Edelweiß“ Antersdorf gegründet und besteht somit seit 95 Jahren. Dieses Vereinsjubiläum wurde nun gebührend gefeiert und die „Antersdorfer“ zeigten, wie stark sie aufgestellt sind und welch großes Augenmerk darauf gelegt wird, dass junge Dirndl und Buam aktiv schuhplatteln, mit den Goaßln schnalzen, den Volkstanz lernen und Freude am Brauchtum der bayerischen Heimat haben. Los ging es mit einem Standkonzert der Simbacher Blaskapelle unter Leitung von Willi Danninger auf dem Kirchenplatz. In der Stadtpfarrkirche St. Marien wurde der Jubiläumsgottesdienst gefeiert, bei dem insbesondere der verstorbenen Vereinsmitgliedern gedacht wurde. Pfarrer Dr. Franz Haringer hielt die Predigt, in Konzelebration mit Prälat Alois Messerer und Pfarrvikar Ajirose Thankkayan feierte er die Eucharistie.



Die musikalische Gestaltung übernahmen die Simbacher Blaskapelle, die „Antersdorfer Salettl-Musi“ und der Frauendreigsang „Kantrix“ aus Taubenbach mit der Bauernmesse. Lesung und Fürbitten wurden von den Trachtlern vorgetragen, den Ministrantendienst übernahmen Mitglieder der Kinder- und Jugendgruppe des Jubelvereins in ihren Trachtengewändern. Im voll besetzten Bürgerhaus kam man dann zum Heimatabend zusammen. Für die Sicherheit beim Zug vom Kirchenplatz hin zur Bachstraße sorgten Polizei und FFW Simbach. Mit schneidiger Musik, dargebracht von „Fünferlei“ aus Neubeuern, wurden alle Gäste im schön geschmückten Saal begrüßt. Erstmals spielten die Musikanten in Simbach auf ihren Instrumenten Trompete, Klarinette, Posaune, Bass und Akkordeon auf. Vorstand Christian Wimmer hieß alle Mitfeiernden willkommen, insbesondere Pfarrer Dr. Franz Haringer, Prälat Alois Messerer, Schirmherrn Bürgermeister Klaus Schmid, stellvertretenden Landrat Kurt Vallée, 3. Bürgermeisterin Christa Kick, Stadträte, Altbürgermeister Richard Findl, die Vertreter der Banken, die Ehrenmitglieder des Jubelvereins Robert Seeburger, Hans Priemeier sen., Ludwig Schätz, Helmut Stiller und Sepp Mini, vom Inngau-Trachtenverband 2. Gauvorstand Pankraz Perfler und 1. Schriftführerin Rosi Spiel, die Trachtenvereine aus Wittibreut, Hebertsfelden, Mitterskirchen, Eggenfelden, Pfarrkirchen, Kudlhub, Amsham/Egglham und die „Inntaler-Simbach“ sowie die Abordnungen vom EC-Irging und der FFW Simbach.



Im Hinblick auf die Vorbereitung des Festes bedankte sich Wimmer speziell bei Hermann Ziegleder und Sepp Buchner, Blumen überreichte er an Monika Wimmer, Sonja Braunsperger, Maria Andorfer und Andrea Iretzberger. Schon gehörte die Aufmerksamkeit „Kantrix“. Mit ihrem feinen Gesang erfreuten Martina und Linda Philipp und Alexandra Hubbauer. Schöne Instrumentalstückerl gaben dann Sabine Schacherbauer (Querflöte), Marina Kain (Hackbrett), Katrin Garhammer (Akkordeon) und die Gitarristinnen Hilde Probstmeier und Christina Schmid zum Besten. Die „Antersdorfer Salettl-Musi“ ist eine Musikgruppe, die zum Trachtenverein „Edelweiß“ Antersdorf gehört und im nächsten Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiern kann. Frauendreigsang und Salettl-Musi gestalteten das musikalische Programm im ersten Teil des Abends, später dann die Neubeuerer „Fünferlei“. Als Bürgermeister und zugleich Ehrenvorstand der Antersdorfer gratulierte Bürgermeister Klaus Schmid zum Jubiläum. Der Vorstandschaft und allen Mitgliedern sprach er Dank und Anerkennung aus und wünschte, dass Tracht und Brauchtum für nachfolgende Generationen erhalten werden mögen. Für das wertvolle Wirken des Trachtenvereins im Hinblick auf Traditionsbewusstsein und Bewahrung bayerischer Volkskultur bedankte sich stellvertretender Landrat Kurt Vallée beim Trachtenverein „Edelweiß“.



Namens des Bayerischen Inngau-Trachtenverbandes würdigte 2. Gauvorstand Pankraz Perfler den Einsatz für gelebtes Brauchtum und bedankte sich für die Treue zum Inngau. Ein besonderer Höhepunkt stand nun an: Perfler und Rosi Spiel überreichten Gau-Ehrenzeichen in Silber an verdiente Antersdorfer Trachtler, die sich seit Jahrzehnten für den Verein und somit für die Trachtensache einsetzen. Geehrt wurden: Heinz Feichtinger, Herbert Spielbauer, Georg Spielbauer, Josef Schacherbauer, Gitti Schacherbauer, Andreas Wimmer, Ludwig Huber, Hans Wimmer und Christian Wimmer. Versiert führte Altbürgermeister Richard Findl als Sprecher durch den Heimatabend. Im ersten Teil hatte er einen Blick in die Vereinschronik geworfen und zeigte im weiteren Verlauf lustige Beispiele aus dem Vereinsalltag auf, die belegten, dass Geselligkeit und Humor bei den „Antersdorfern“ noch nie zu kurz kamen.



„Trachtler in Bayern sind keine schwindende Minderheit, sondern erstarkendes Volk, eine wehrfähige Trutzburg gegen Verfälschung und Vermarktung heimischen Brauchtums und Kultur. Das Erbe der Väter rein und unverfälscht zu bewahren ist von jeher Zielsetzung der Trachtenvereine. Der Jugend müssen wir deutlich machen, dass ausgeprägtes Heimatbewusstsein und Weltoffenheit keine Gegensätze darstellen, sondern sich gegenseitig bedingen. Wer seine Heimat nicht kennt, dem fehlen wesentliche Grundlagen zum Verständnis der Welt“, appellierte der Sprecher. Im bunten Reigen traten auf: Antersdorfer Kinder- und Jugendgruppe unter Leitung von Brigitte Brodschelm und Herbert Spielbauer, Antersdorfer Plattlergruppe mit den Vorplattlern Maxi Wimmer und Lukas Feichtinger, die Goaßlschnalzer um Sebastian Moser, der seitens „Pyromo-Dekomo“ auch unentgeltlich die Lautsprecheranlage zur Verfügung gestellt hat, und Martin Harböck sowie Maria und Ludwig Gschöderer mit ihrer Volkstanzgruppe.



Den Bandltanz zeigten die „Inntaler“ als Ehrentanz und überreichten an Christian Wimmer eine besondere Erinnerungsscheibe. Alle Schuhplattler kamen noch einmal auf die Bühne und zeigten einen Marschplattler. „Treu zur Hoamat, treu zur Tracht, de Vorfahrn ham’s uns vorgmacht. S’Zamhoidn über Zeit’n soid d’Antersdorfer begleitn“, schloss 2. Vorstand Sebastian Schmid den offiziellen Teil. Man saß noch gemütlich beisammen, lauschte den Musikanten von „Fünferlei“ und freute sich am guten Verlauf des Festes. Das nächste Jubiläum in fünf Jahren ist dann ein ganz besonderes, nämlich das 100-Jährige!.







                      
A herzliches "Vergelt's Gott" allen Teilnehmern ... sche wars!





                         
                                                              
      
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